Wer professioneller Webentwickler werden möchte, muss sich mit verschiedensten Technologien befassen. In den Anfängen, noch vor etwa 10 Jahren, reichte es aus HTML und CSS zu beherrschen. Die Chancen in einer Festanstellung mit den Aufgaben zu wachsen, waren gut. Mit der Veränderung und Weiterentwicklung vom Internet und den Möglichkeiten sind jedoch die Anforderungen an Webentwickler kontinuierlich gestiegen. Im heutigen Web gilt es verschiedene Disziplinen zu meistern. Wir erklären, was wichtig ist und wie man den Einstieg findet.

 

Die Basis: HTML

In nahezu jedem Bereich der Software Entwicklung ist Grundwissen zu HTML und XML Vorraussetzung. Webentwickler müssen ganze Webseiten damit strukturieren, Entwickler von Apps bauen häufig hybride Anwendungen in denen sowohl nativer Code, als auch HTML Code verwendet wird. Zudem kommen in verschiedenen Bereichen Daten im XML Format vor. Viele Webservices mit denen heutzutage gearbeitet wird, um Informationen zu transportieren, arbeiten auf Basis von XML.

Wer Webentwickler werden möchte, sollte sich daher zuerst intensiv mit HTML befassen. Wichtig ist hier nicht nur Grundwissen zu einzelnen Tags, deren Bedeutung und ein Verständnis für die Strukturierung einer Webseite. Sehr wichtig sind auch folgende Aspekte:

  • Onpage SEO
  • Semantik
  • Crossbrowser Eigenschaften

Speziell der letzte Punkt unterscheidet einen guten von einem sehr guten Webentwickler. HTML Quellcode schreiben ist relativ einfach. Schwer ist hingegen, HTML Code zu schreiben der in möglichst allen Browsern gleich dargestellt wird.

 

Jetzt auch in Farbe: CSS

Ebenso Elementar wie fundierte HTML Kenntnisse ist für Webentwicker tiefgreifendes Wissen zu Cascading Stylesheets (CSS). Mit ihnen beschreibt man Eigenschaften einzelner HTML-Elemente. Das sind z.B. die Größe, Positionierung, Schriftart, Schriftfarbe, Hintergrund und ähnliches. Keine Webseite kommt mehr ohne CSS aus. Fühlt man sich mit HTML sicher, muss man sich intensiv mit CSS befassen. Die Syntax ist leicht zu erlernen und nicht sonderlich komplex.

CSS stellt jedoch einen Webentwickler gleich vor zwei große Herausforderungen. Zum einen gibt es Schwierigkeiten CSS Code zu schreiben, der sich in allen Browsern gleich verhält. An vielen Stellen verhalten sich die unterschiedlichen Browser etwas anders und unterstützten nicht alle Möglichkeiten. Das bedeutet man muss in erster Linie viel über die einzelnen Browser und deren Verhalten lernen. Hinzu kommt das man in der Realität längere Zeit auch ältere Browser unterstützen muss. Das bedeutet das die neusten CSS Fähigkeiten nur bedingt einsetzbar sind. Zudem bedarf es einiger Erfahrung um CSS Dokumente wirklich strukturiert aufbauen zu können. Um ansehnlichen CSS Code für eine umfangreiche Webseite schreiben zu können, braucht man viel Praxis und Übung.

 

Photoshop

Selbst wenn man kein Grafikdesigner werden möchte, so sind Kenntnisse im Umgang mit Photoshop und dem Adobe Illustrator dennoch wichtig. Ein Webentwickler baut heutzutage Webseiten nicht mehr nach Gefühl, sondern setzt Designentwürfe um. Diese werden in den meisten Fällen mit Adobe Photoshop oder Illustrator erstellt. Die Aufgabe des Webentwicklers besteht dann darin, die Vorlage mit HTML und CSS nachzubauen.Wo notwendig, werden einzelne Bereiche als Grafik aus der Vorlage ausgeschnitten.

Hat man Photoshop, HTML und CSS gemeistert, ist bereits ein super Grundstein gelegt. Zeit also, sich selbst einmal auf die Schulter zu klopfen!

 

JavaScript / jQuery

Ebenfalls wichtig ist JavaScript. War es einige Zeit lang durch einen schlechten Ruf ins falsche Licht gerückt, so ist es heute nicht mehr weg zu denken. Es kommt auf Webseiten in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz und gestaltet das gesamte Web deutlich interaktiver. Zudem ist JavaScript, für Menschen die bisher noch nie programmiert haben, ein erster Einstieg in die Welt der Software Entwicklung. Hier gibt es Kontrollstrukturen, Schleifen, Variablen, Funktionen und vieles was auch andere Sprachen bieten.

Hat man ein Grundverständnis für die Syntax und Übung im Umgang mit JavaScript, sollte man sich JavaScript Frameworks anschauen. Sehr prominentes Beispiel und in jedem Fall empfehlenswert ist jQuery. Es wird häufig eingesetzt und begegnet einem Webentwickler später definitiv.

 

PHP

Auch wenn es weitere Skriptsprachen wie Ruby oder Python gibt, so sollte ein Webentwickler PHP beherrschen. Derzeit werden sehr viele Lösungen auf dem Massenmarkt, und damit auch viele Webseiten potentieller Kunden, mit PHP realisiert. Prominente Beispiele sind hier WordPress, Typo3, Magento, XTCommerce, usw. Wer als Webentwickler arbeiten möchte, kommt daher an PHP nicht vorbei. Dies gilt auch wenn sich die Arbeit später auf die Umsetzung von Themes, z.B. für WordPress, beschränkt. Auch dort kommt man ohne PHP Know-How nicht sehr weit.

Sicherlich sinnvoll sind später auch weitere Skriptsprachen. PHP ist nicht das Allheilmittel oder zwingend die beste Lösung. Wer sich jedoch am Markt orientiert und als Webentwickler arbeiten möchte, kommt an PHP nicht vorbei. Weitere Sprachen würde ich aktuell eher als Bonus bezeichnen.

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