Welchen Weg soll ich gehen?

Wer Programmieren lernen möchte, hat heutzutage eine Auswahl an Möglichkeiten. Es gibt zum Beispiel mittlerweile viele verschiedene Sprachen, die teilweise auf unterschiedlichen Plattformen genutzt werden. Es gibt außerdem viele Bibliotheken und Frameworks, auf die man sich innerhalb einer Sprache spezialisieren kann. Trotz dieses scheinbar endlosen Angebots kannst Du systematisch wählen. Jede Sprache hat bevorzugte Einsatzgebiete. Mit PHP, Python oder Ruby wird man keine Gerätetreiber entwickeln. Ebenso wird man mit Assembler keine dynamischen Webseiten entwickeln. Wenn Du nicht weißt, welche Sprache Du lernen sollst, orientier Dich an dem Pfad, der zu dem Ziel führt, das Du erreichen willst. Wir bieten dazu eine kostenlose Übersicht an.

Die Wahl der Programmiersprache

Die erste Programmiersprache sollte sinnvoll gewählt werden. Es ergibt keinen Sinn, sich Wochen oder Monate mit einer Technologie zu befassen, die man am Ende nicht verwenden möchte. Es gibt Ausnahmen. Manche Sprachen arbeiten hardwarenah. Ein Verständnis für die Arbeitsweise und Konzepte dahinter ist für einen abweichenden Weg nützlich, aber nicht notwendig. Sie können wunderbare Webseiten entwickeln, ohne eine einzige Zeile in der Programmiersprache C geschrieben zu haben. Wissen über Speicherverwaltung oder Ähnlichem sind nicht notwendig. Als Webentwickler müssen Sie HTML und CSS beherrschen. Ein Weg in Richtung Webentwickler führt also über diese Sprachen. Gleiches gilt für Entwickler, die gerne Apps programmieren wollen. Dort kann HTML/CSS Grundwissen ebenfalls nicht schaden.

Den passenden Weg wählen

Du solltest bei der Wahl einer Sprache im Auge behalten, welchen Weg Du gehen möchtest. Das Angebot an Programmiersprachen lässt sich kategorisieren und mit den eigenen Zielen abgleichen. Über den Tellerrand kannst Du jederzeit schauen. Tust Du dies bewusst, macht es allerdings noch mehr Spaß. Du treibst nicht vor Dich hin, sondern steuerst auf Dein Ziel zu.

Hier eine Liste mit Spezialisierungen, aus denen Du als Entwickler wählen kannst.

Mobile Anwendungen

  • Schwerpunkt: Smartphone/Mobile Apps
  • Skills: Objective-C (iOS), Java (Android), HTML/CSS und Javascript (hybride Anwendungen)
  • komplementäre Technologien: serverseitige Lösungen für Back-End / API Skalierung, PHP/Python/ruby für API Programmierung

3D Entwickler / Spieleentwickler

  • Schwerpunkt: Spiele / 3D Anwendungen entwickeln
  • Skills: C/C++, OpenGL, Animationen, Spiele-Engines, Wissen rund um Audio, physikalische Gesetze, gute mathematische Kenntnisse
  • komplementäre Technologien: High-Performance, Assembler, Java (für Android Spiele), Objective-C (iOS Spiele), Grundwissen zu Designsoftware (gelieferte Grafiken müssen weiterverarbeitet werden)

Frontend Webentwickler

  • Schwerpunkt: Umsetzung von Webdesigns
  • Skills: HTML/CSS, Javascript, Grundwissen zum Webdesign, Grundwissen zu dynamischen Sprachen (Themeerstellung, bspw. für WordPress)
  • komplementäre Technologien: PHP/Python/Ruby, zur Ergänzung der eigenen Fähigkeiten.

Backend Webentwickler

  • Schwerpunkt: Realisierung von Webanwendungen
  • Skills: HTML/CSS (gutes Grundwissen), Javascript, PHP, Python, ruby, ggf. Java
  • komplementäre Technologien: Servertechnologie, Linux, Webserver (Apache/Nginx), Versionsverwaltung (Git&Co), Test-Driven-Development

Fazit

Die Wahl der ersten Programmiersprache ist mit dieser Hilfe leichter. Wer in die Entwicklung von Spielen einsteigen möchte, sollte nicht gleich mit C++ oder C beginnen, speziell im Selbststudium. Die Lernkurve ist deutlich höher als zum Beispiel bei Python oder Java. Sichtbare Ergebnisse und spürbarer Fortschritt, Momentum, sind für Anfänger absolut positiv um die notwendige Motivation aufrechtzuerhalten. Das Wichtigste ist jedoch überhaupt zu beginnen! Jetzt! Sofort!

Kommentare (2)

  • Monika

    2 Jahren ago

    Guten Tag,
    dürfte ich das Foto mit dem Mann an der Wegkreuzung für meine facebook-Seite verwenden?
    Danke für Ihre Antwort,
    Monika Nwokey

    • Jan Brinkmann

      2 Jahren ago

      Hallo. Leider nein. Ich habe eine Lizenz bei Fotolia erworben. Das müsstest Du entsprechend auch machen. Tut mir leid.

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