Hattest Du auch schon einmal eine Idee für eine App? Egal ob für Android, iOS oder eine andere Plattform? Hast Du Sie bis zu Ende verfolgt? Ist Deine App nun im App-Store verfügbar? Wenn nicht: An welcher Stelle hast Du aufgegeben? Noch wichtiger: Warum?

Häufig fehlt es am notwendigen Fachwissen. Und damit meine ich nicht, dass Du direkt mit der Umsetzung beginnen musst. Jeder Mensch kann eine Idee haben, sie sogar skizzieren. Denn vor der Umsetzung steht die Planung! Wie soll die App später aussehen? Was muss Sie können? Vielfach bleibt es bei der Idee. Der Gedanke wird verworfen, ohne ein konkretes Konzept zu erarbeiten. In dem Artikel zeigen ich Dir, wie Du das sogar Abends mit Freunden auf dem Sofa schaffst.

Von der Idee zum Erfolg

Die Idee zu einer App ist alleine noch nichts Wert. Es gibt häufig sogar vermutlich gerade bereits Menschen, die schon an einer ähnliche Idee arbeiten! Und das ist die wichtigste Voraussetzung für Erfolg: daran arbeiten! Einfach anfangen, etwas unternehmen. Aktiv werden! Es ist so einfach. Ohne Aktion bleibt Deine Idee wertlos. Ganz egal wie viel Potential sie hatte.

Ganz wichtig: Nahezu kein erfolgreiches Startup hat eine Idee, setzt sie 1:1 um und erreicht den Durchbruch. Die ursprüngliche Kerngedanke ist viel mehr die erste Marschrichtung. Sie zeigt nach Norden. Unterwegs wird der Plan validiert, verfeinert und am Markt getestet. Wenn es Kunden gibt die Geld bezahlen, gibt es ein Unternehmen. Dann kannst Du weiter an der Strategie, an der Vermarktung und am Produkt arbeiten.

Erfolg = Idee x Umsetzung

Eine Formel für den Erfolg eines Projekts könnte Idee multipliziert mit der Umsetzung sein. Hier spiegelt sich alles wieder:

  • eine schlechte Idee hat selbst mit überragender Umsetzung i.d.R. wenig Erfolg
  • eine sehr gute Idee kann auch mit spartanischer Umsetzung erste Erfolge haben
  • eine Millionen-Dollar Idee ist nichts wert, wenn keine Umsetzung erfolgt
  • nur irgendetwas umsetzen, ohne größere Vision, führt ebenfalls zu nichts

Wieso ist das im Bezug auf die App-Prototypen für Dich relevant? Aus zwei Gründen. Ob Du eine gute oder schlechte Idee hast, kannst Du nur ausprobieren. Noch wichtiger: Nur eine Idee allein macht Dich nicht erfolgreich. Außerdem: Du musst für eine gute Umsetzung sorgen. Und dafür legst Du den Grundstein noch bevor die erste Zeile Code geschrieben wurde.

Es gibt kein Monopol auf Ideen

Sicher, ein erfolgreiches Unternehmen hat Geheimnisse. Die sind aber oft verborgen im Hintergrund. Das können Lieferanten sein, spezielle Konditionen oder auch einfach geheime Verarbeitungsstufen. Prominente Beispiele: das Rezept von Coca-Cola; die Bewertung von Webseiten durch Google; die genaue Rezeptur von RedBull.

All diese Firmen verstecken jedoch nicht die offensichtliche Idee: Coca-Cola hat eine Limonade. Google hat eine bekannte Suchmaschine. RedBull ist ein Energiedrink. Ein großer Fehler bei ersten Geschäftsideen ist die Geheimhaltung, oft bis zur letzten Sekunde. Vergiss den Ansatz! Geh offensiv auf Menschen zu. Finde heraus, wie sie die Idee finden. Arbeite mit dem Feedback. Verbessere die Idee. Und dann: Erstelle einen Entwurf Deiner App.

Der erste Entwurf

Noch vor der ersten Zeile Code stehen musst Du viel kleinere Schritte gehen. Was soll Deine App können? Welche Screens werden dafür benötigt? Wie sehen die aus? Welche Elemente sind hinterlegt? Wie ordnest Du die einzelnen Buttons, Eingabefelder und Anzeigen an? Wie “fühlt” sich die Benutzung in der Praxis an?

Um solche Fragen zu beantworten brauchst Du Entwürfe. Du kannst ein Programm wie Photoshop verwenden. Es gibt auch spezielle Mock-Up Lösungen. Die helfen Pseudo-Interfaces zu erstellen. Du baust quasi eine App ohne jegliche Logik. So kannst Du planen, testen und probieren. Das ist aber nicht intuitiv und kostet meist etwas Zeit.

Der direkte Weg führt über Stift und Papier. Das ist auch überall verfügbar. Und mit keiner anderen Technologie kannst Du so schnell Ergebnisse erzielen. Ok. Das ist ein alter Hut? Stimmt. Über Konzepte auf Papier habe ich auch erst im letzten Artikel geschrieben? Ganz genau – Ich will auch auf etwas anderes hinaus. Jetzt wird “gePOPt”.

Apps mit POP entwerfen

POP steht für Prototyping On Paper. Und genau das ist Programm! Die ultimative Kombination aus dem Entwurf auf Papier und dem Test in einem Smartphone ist die App “POP”. So verbindest Du beide Welten. So einfach geht es:

Schritt 1: Du erstellst den Entwurf für Deine Screens auf Papier. Anschließend fotografierst Du jeden Screen und kannst die “App” auf einem Smartphone ansehen. Soweit, so gut. Das kannst Du zugegeben auch ohne spezielle Anwendung.

Schritt 2: Wenn Du Buttons in dem Interface einzeichnest, kannst Du einen Button mit anderen Screens verbinden. Du kannst also die App wirklich “benutzen” und den Workflow testen. Das ist enorm viel Wert und spart, im Vergleich zu Programmen wie Photoshop, Stunden oder sogar mehrere Tage beim Entwurf.

Schritt 3: Wenn der grobe Entwurf steht beginnt Dein Designer den Entwurf hübsch zu machen. Der große Vorteil: Er muss das Design nur einmal erstellen. Das grundlegende Bedienkonzept ist bereits fertig!

Schritt 4: Das fertige Design kann anschließend durch einen Entwickler in einer App umgesetzt werden. Egal ob Du das selbst machst oder jemand anderes.

Hier kannst Du POP herunterladen: POP – Prototyping on Paper.

Ideen und Prototypen validieren

In dem Film “Field of Dreams” mit Kevin Costner gibt es einen prägnanten Satz:

If you build it, he will come.

Frei übersetzt: Wenn Du es baust, dann wird “er” kommen. In der Startup-Welt wird das häufig “Hope Marketing” genannt. Sprich: Eine Idee wird umgesetzt, sogar an Details gefeilt. Am Ende stellt sich heraus: es gibt leider keinen Markt dafür. Wie der auf eine Idee reagiert ist nicht immer vorhersehbar. Bevor Du Wochen und Monate in ein Projekt investierst , lohnt es sich am Markt vorab “zu horchen”. Hat Deine Idee wirklich Potential? Interessiert sich überhaupt jemand dafür?

Es gibt gute Bücher zu diesem Thema. Nur um einige Anregungen zu bieten: Versuch vorab eine einfache Landingpage aufzusetzen. Bewirb sie und versuch E-Mailadressen zu sammeln. Wenn Deine Zielgruppe selbst dazu nicht bereit ist, wird es schwer jemand zu überzeugen dafür Geld zu zahlen.

 

 

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