Lernen aus Büchern

Einsteiger und Anfänger haben heutzutage performanten Zugang zum Internet, der gleichzeitig erschwinglich ist. Es gibt Tutorials, Videos, Blogartikel, Kurse, eBooks und: klassische Printbücher! Die Frage, welcher Stellenwert Büchern in dieser Aufzählung einzuräumen ist, ist berechtigt. Ist das Programmieren Lernen aus Büchern noch zeitgemäß? Ich beantworte die Frage ausdrücklich mit einem Ja. Dieser Artikel zeigt warum.

Lernen aus Büchern, nach wie vor

Online gibt es Tutorials in den unterschiedlichsten Formen. Abhängig von der Programmiersprache gibt es mehr oder weniger freie Tutorials. Die sind für den Einstieg gut. Viele dieser Beiträge und Anleitungen werden sogar konkret auf einzelne Szenarien zugeschnitten, statt umfassend Aspekte einer Programmiersprache zu erläutern. Solche konkreten Beispiele finde ich generell interessant.

Trotzdem sind Bücher wichtig. Auf die Mischung kommt es an. Hochwertige Bücher sind notwendig, um Nutzen daraus ziehen zu können. Es gibt Klassisiker, die heute noch gelesen werden. Ein Beispiel ist das Buch »Programmieren in C« in Kerninghan und Ritchie. Es ist schon über 20 Jahre alt. Trotzdem ein wunderbares Buch über die C-Programmierung ohne Verlust an Relevanz. Fairerweise muss allerdings erwähnt werden, dass die Programmiersprache C sich nicht so rasant ändert.

Vorteile von Büchern

In Zeiten von Self-Publishing ist es nicht schwer Bücher zu schreiben. Die Herausforderung besteht in der Produktion guter Bücher. Die findet man im Internet als eBook, aufgelegt von einzelnen Personen. Auch der Marktplatz für den Amazon Kindle, Apple iBook und der Google Play Store sind gute Quellen für eBooks. Dort gibt es gleich Kritiken zu den Werken.

Ein Anfänger kann gar nicht beurteilen, was gängige Praxis ist. Wie Quellcode strukturiert wird und ob die Inhalte ein gutes Beispiel sind, schätzt man erst durch Erfahrung ein. Die fehlt bei Neulingen per Definition. Es gibt sinnvolle Quellen im Web, jedoch auch viele, die eher veraltet oder unsinnig sind. Ein Buch mit guter Bewertung kann eher als vertrauenswürdig angesehen werden.

Noch ein Vorteil bei Büchern ist ein didaktischer Aufbau. Man darf nicht unterschätzen, dass Erfolge am Anfang hohe Bedeutung haben. Sieht man zeitnah erste Fortschritte und Ergebnisse, wirkt sich das automatisch auf die Motivation aus. Wer noch nicht viel mit Programmiersprachen gearbeitet hat, bekommt oft Probleme mit kurzen Tutorials und Beispielen im Internet. Die Syntax ist nicht klar, es wird nicht im Detail erklärt, in welchen Dateien Quellcode platziert wird und so weiter. Bei Anleitungen, die für erfahrene Entwickler geschrieben werden, suchen Anfänger simultan Antworten auf grundlegendere Problemstellungen.

Diese Probleme lassen sich mit einem guten Buch vermeiden. Nicht jedes Buch ist so strukturiert. Anhand der Kritiken kann man aber einschätzen, welches Buch für Anfänger geeignet ist.

Fazit

Die Formate und die Bücher selbst verändern die Art der Distribution. Bereits heute sind eBooks eine Alternative zu gedruckten Büchern. Speziell bei Büchern über die Programmierung bin ich jedoch bekennent altmodisch und lese am liebsten Printbücher. Das Suchen passender Literatur aus dem Bücherregal ist eine willkommene Pause.  Das gezielte Blättern während der Arbeit wird auch durch eBooks ermöglicht. Vor allem das Lernen einer Programmiersprache oder von neuen Aspekten rund um die Entwicklung empfinde ich aus Papierbüchern als noch nicht ersetzbar. Die Konzepte und die Form von Büchern ändern sich, die Grundidee bleibt bestehen.

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