Cloud of SEO words

In jedem Gebiet gibt es Bezeichnungen für fachspezifische Anwendungen, Materialien, Werkzeuge und Vorgänge. Daran führt kein Weg vorbei. Gefühlt werfen jedoch in der IT-Welt viele Menschen mit Buzzwords (Schlagwörtern) nur so um sich. Gerade im Bereich Marketing kann man dies beobachten. Es wirkt im ersten Moment, gerade auf Laien, vielleicht klug und informiert. Schaut man aber hinter die Kullisse, merkt man schnell, dass vieles nur Fassade ist. Die Rede ist vor allem von sogenannten “three letter words”, deren ausgeschriebenen Pendants sowie marketingwirksamen Begriffen wie “Cloud Computing”. Auf gar keinen Fall einschüchtern lassen, den vieles ist nicht mehr als heiße Luft.

Buzzword Bingo?

Man bekommt schnell den Eindruck, dass es eine hohe Buzzword-Quote in einem Vortrag oder Artikel extra Punkte gibt. Oder es soll für das betriebsinterne Buzzword Bingo die Begriffdichte maximiert werden? Man weiß es nicht genau. Auch in Meetings, bei denen es um marketinglastige Themen geht, ist dieser Trend zu beobachten.

Schnell packt der CMM (Content-Marketing-Manager) sein Wissen auf den Tisch, redet vom ROI (Return-On-Investment) und klagt über Probleme im Bereich der SEO (Search Engine Optimization).Was ist nur der Grund für die schlechte CTR (Click Through Rate)? Nachhaltig wirkt sich das negativ auf den CLV (Customer Lifetime Value) aus. Auch der CPC (Cost per Click) ist immer weiter gestiegen. Und so weiter.

Witzig in jedem Meeting, zudem auch als Konzentrationshilfe wirklich gut: Einfach mal zusammen mit anderen Entwicklern alle aufgeschnappten Buzzwords notieren. Wer am Ende die meisten hat, hat gewonnen. Eine andere, etwas frechere Variante: Vorab auf Basis des Themengebiets mit mehreren Entwicklern auf Buzzwords einigen. Jeder darf bspw. drei wählen. Wird im Meeting ein Wort genannt, streicht man es von seiner Liste. Wer zuerst alle Wörter abgearbeitet hat, ruft Bingo (oder gibt stillen Alarm über das Smartphone/Tablet).

Sind Schlagwörter “foobar”?

Die Beispiele darf man natürlich zum einen nicht ganz Ernst nehmen. Auch gibt es ohne Zweifel eine Notwendigkeit die vielen Facetten zu benennen. In der IT-Welt gibt es viele, was entsprechend auch bedeutet, dass es viele Bezeichnungen geben darf. Schon allein die konkreten Messwerte brauchen ja eine standardisierte Bezeichnung.

Viel interessanter ist immer die Frage: Weiß derjenige überhaupt wovon er dort spricht? Das ist oft nicht umfassend der Fall. Eigene Unsicherheiten und Wissenslücken werden dann häufig mit blumigen Sätzen übertüncht. Eine Tendenz jedenfalls: je stärker Sätze und Aussagen mit Buzzwords angereicht werden, desto weniger Substanz steckt dahinter. Es gilt daher: Auf gar keinen Fall einschüchtern lassen!

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