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Egal welche Sprache, welches Framework oder welche Technologie Du kennenlernst: Du kannst den Einstieg vereinfachen. Ich habe drei Tipps, mit denen Du das schaffst.

Schneller Programmieren lernen

1. Alle Lernebenen ausnutzen

Wenn Du etwas lernst musst Du die Informationen über verschiedene Medien wahrnehmen. Es werden nicht nur andere Informationen transportiert. Jeder Kanal bedient andere Sinne, prägt somit andere Eindrücke. Alles zusammen ergibt viel stärkere Nervenbahnen im Gehirn.

Versuch alle verfügbaren Methoden zu verwenden:

  • lesen und gedanklich verarbeiten
  • jemanden zuschauen (Live + Videos)
  • Bilder ansehen
  • etwas selbst ausführen (eigene Tätigkeit)
  • etwas jemand anderem erklären

Worauf ich hinaus will: bleib auf Dauer nicht bei einem Medium. Noch besser: versuch sogar alles mal an verschiedenen Orten aus:

  • eBook auf dem iPad
  • echtes Buch auf dem Balkon
  • Onlinekurs am Rechner
  • Videotraining über AppleTV
  • anderen etwas über Skype erklären
  • vor-Ort einen Vortrag halten
  • usw

Der Grundgedanke: je mehr Eindrücke, desto besser.

2. Die 80/20 Regel

Ganz einfach und logisch, ich habe mich am Anfang aber überhaupt nicht daran gehalten. Meine ersten umfangreichen Experimente mit C habe ich durch Bücher wie Advanced Programming in the Unix-Environment, TCP/IP Illustrated Volume 1-3 und Co gemacht. Alles ziemlich umfangreiche Bücher. Und ich habe sie einfach von Anfang bis Ende durchgearbeitet.

Zu meiner Verteidigung: ich wollte das Wissen auch wirklich. Aber wenn Du nun z.B. Java lernen und dann Android Apps entwickeln möchtest, musst Du einen ganz anderen Weg wählen. Die Java Insel einfach durcharbeiten geht, wäre aber nicht sinnvoll. Du lernst endlos viele Dinge, die Dir gar nichts bringen.

Versuch stattdessen vorher rauszufinden was es zu lernen gibt. Dann kannst Du wählen was davon wirklich wichtig ist.

3. Essentialism

Du kannst viel schneller Ergebnisse erzielen, wenn Du Dich auf ein Thema beschränkst. Der Begriff Essentialism könnte mit Minimalismus übersetzt werden, aber nur ungenau. Es geht nicht darum einfach auf vieles zu verzichten. Es geht viel mehr darum bewusst etwas auszuwählen.

Ein tolles Buch dazu trägt eben genau diesen Titel Essentialism. Das Konzept gilt nicht nur für’s Programmieren, sondern für nahezu jeden Bereich im Leben. Wir haben sehr oft mehr als nur eine Möglichkeit. Als Essentialist versuchst Du aus diesem Angebot genau das passende zu wählen und dann diszipliniert zu verfolgen. Und genau das hilft Dir beim Programmieren lernen auch.

  1. Such Dir eine Sprache oder Technologie aus, beschäftige Dich mit der intensiv.
  2. Versuch nicht Unmengen an Tutorials zu finden, eBooks und Videotrainings zu kaufen. Such nur eine Ressource aus.
  3. Arbeite konsequent mit gezielt wenigen Informationen, die bearbeitest Du dafür wirklich intensiv.

Ein tolles Konzept und Buch, das mir schon in vielen Entscheidungen im Leben geholfen hat.

Geheimtipp: ausreichend Schlaf

Schlau im Schlaf? Es gibt Anzeichen das es wirklich funktioniert. Nur anders als Du das nun denkst.

Kennst Du die Idee „leg Dir das Buch unter’s Kopfkissen“. Das funktioniert in zweierlei Hinsicht. Das Gehirn speichert die letzten Eindrücke vom Tag besonders gut im Langzeitgedächtnis. Außerdem verarbeitet unser Gehirn im Schlaf Gedanken, Eindrücke und Erinnerungen. Sie werden abgespeichert. Wir nehmen sie oft als Traum war.

Und wie geschieht das? In den sogenannten REM-Schlafphasen werden neue Verbindungen im Gehirn geknüpft. Es ist also wichtig ausreichend Schlaf zu finden, im besten Fall 8 Stunden. Wer dauerhaft zu wenig schläft, wird nur sehr schwer lernen.

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